 |
letzte Aktualisierung:
15.08.2010 20:06 Uhr
|
|
Herzinfarkt |
|
|
 |
| |
|
www.herzstiftung.de |
| |
Herzinfarkt bedeutet
Lebensgefahr
Alarmieren Sie bei Verdacht auf Herzinfarkt
sofort den Rettungsdienst mit Notarzt (Tel.: 112). Der Infarkt kann
lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen und führt zum
Untergang von Herzgewebe.
Jeder dritte Mensch mit einem Herzinfarkt
stirbt, bevor er die rettende Klinik erreicht. Deshalb muss sofort
reagiert werden.
Die schnelle Behandlung in der Klinik bewahrt
das Herz vor schweren Schäden. Vorausgesetzt: Betroffene oder
Angehörige alarmieren umgehend den Rettungsdienst.
Keine Scheu vor Fehlalarm
Niemand ruft gern den Rettungsdienst. Deshalb
warten viele Menschen erst einmal ab, ob die Beschwerden wieder von
allein verschwinden. Doch genau das ist beim Verdacht auf
Herzinfarkt falsch. Warten hat in dieser lebensgefährlichen
Situation nichts zu suchen!
Bei Verdacht auf Herzinfarkt gibt es nur eins:
Sofort den Rettungsdienst rufen:
NOTRUF 112
|
| |
Fehler vermeiden
In dieser Situation Ruhe zu bewahren, ist
leichter gesagt als getan.
Auf Folgendes sollten Sie achten:
- Nicht warten
Viele Patienten zögern vor allem in der Nacht und am Wochenende,
den Rettungsdienst zu rufen. Niemals in der Nacht auf den
Morgen warten, niemals am Samstag oder Sonntag auf den Montag!
- Rettungswagen
alarmieren und Verdacht auf Herzinfarkt äußern
Bei einem Herzinfarkt geht es nicht um einen ärztlichen Rat oder
eine normale Behandlung, die Stunden Zeit hat. Beim Herzinfarkt
zählt jede Minute. Ohne Zeitverzögerung müssen Betroffene ins
rettende Krankenhaus gebracht werden. Sie verlieren wertvolle
Zeit, wenn Sie zunächst beim Hausarzt oder bei Verwandten oder
Nachbarn anrufen.
- Wählen Sie 112
Wenn Sie die 112 anrufen, äußern
Sie sofort den Verdacht auf Herzinfarkt, dann wird Ihnen
umgehend ein Rettungswagen geschickt. Dieser ist mit einem Defibrillator ausgestattet, mit dem die lebensbedrohlichen
Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) beendet werden können.
Sagen Sie Ihren Namen, Ihre Adresse und hinterlassen Sie Ihre
Telefonnummer für Rückfragen.
- Beim Notruf
nicht vorzeitig auflegen
Immer wieder gehen bei Leitstellen Notrufe ein wie: „Kommen Sie
sofort, mein Mann/meine Frau ist zusammengebrochen“, und ohne
die Adresse anzugeben, wird der Hörer eingehängt. Folglich weiß
der Rettungswagen nicht, wohin er fahren soll. Warten Sie daher
immer ab, ob noch Rückfragen kommen. Das Gespräch beendet die
Leitstelle.
- Ärztlicher
Notfalldienst ist kein Rettungsdienst
Immer wieder führt der Name „ärztlicher Not- bzw.
Bereitschaftsdienst“ zu Missverständnissen. Dabei handelt es
sich nicht, wie viele annehmen, um den Notarzt im Rettungswagen,
sondern um einen Dienst, der an Wochenenden und Feiertagen oder
auch nachts den Hausarzt ersetzt, z. B. wenn bei Grippe oder
schwerer Migräne ärztliche Hilfe benötigt wird. Es dauert oft
lange, bis der ärztliche Bereitschaftsdienst kommen kann und
wenn er eintrifft, kann er nur die 112 alarmieren. Deshalb
diesen Umweg meiden und direkt die 112 wählen.
- Nicht mit dem
Auto in die Klinik
Menschen mit einem Herzinfarkt lassen sich immer wieder von
Freunden, Bekannten oder Verwandten ins Krankenhaus fahren.
Mancher Betroffene setzt sich sogar selbst ans Steuer. Das
sollte man auf keinen Fall tun! Tritt das lebensbedrohliche
Kammerflimmern auf, kann nur der Defibrillator helfen, mit dem
jeder Rettungswagen ausgestattet ist.
Außerdem: Bereits zu Hause wird der Patient
vom Rettungsdienst versorgt und wenn er im Rettungswagen
eingeliefert wird, setzt in der Regel die Therapie schon im
Rettungswagen, spätestens aber in der Klinik wesentlich
schneller ein. Nur die Patienten, die schnell kommen,
profitieren von den Fortschritten der modernen Infarkttherapie
mit Ballondilatation oder Lyse.
|
 |
|
Ausstrahlung der Schmerzen bei
Angina Pectoris und Herzinfarkt
Achtung: Bei Frauen sind Luftnot,
Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch
und Erbrechen nicht selten alleinige Alarmzeichen |
|
|
|
Quelle: Deutsche Herzstiftung e. V., Frankfurt am
Main |
|
|
|
|
|
|
Wetterwarnung |
 | |