
Zu den vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr gehört auch die Brandschutzerziehung
(BSE). In Leverkusen wird die BSE zum größten Teil von den
Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt, so auch im Löschzug 13
Bürrig - Küppersteg - Manfort.
Ziel der BSE ist die Aufklärung in den folgenden
Bereichen:
- Erkennen und Beurteilen von Brandgefahren
- Beurteilung der Wirkung von Feuer und Rauch
- Kenntnisse über Brandschutzeinrichtungen
- Verhalten bei Bränden
Am effektivsten ist die BSE bei Kindern und Jugendlichen. Schon im
Vorschulalter sollte damit begonnen werden, den Kindern den richtigen Umgang mit
z.B. Zündmitteln zu vermitteln, da sie ihnen im Alltag oftmals leicht zugänglich
sind.
Sehr oft verbieten Eltern ihren Kindern den Umgang mit Zündmitteln komplett .
Die Begründung dafür ist Schäden verhüten zu wollen. Dies ist aber so nicht
richtig, da Verbote erst recht zum heimlichen Erproben reizen. Besser ist es,
erwiesenermaßen, schon im Vorschulalter mit den Kindern die richtige und
ungefährliche Handhabung der Zündmittel im Beisein eines Erwachsenen (!) zu
üben, dadurch verlieren diese schon fast ihre "magische Anziehungskraft" auf Kinder. Als Gelegenheit hierzu eignen sich
unter anderem besondere Anlässe wie
Kindergarten-/Schulfeste, Kindergeburtstage, Feiertage (z.B. zu Advent oder zu Weihnachten) etc.
Da die Brandschutzerziehung von der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt wird
und die meisten Feuerwehrangehörigen tagsüber arbeiten ist eine
langfristige und genaue Terminabsprache wichtig.
In unserem Löschbezirk werden zur Zeit sieben Kindergärten durch OBM Jürgen Zindler betreut, er
wird wechselnd von
einem/r Kameraden/in) des LZ 13 begleitet. Zur Brandschutzerziehung gehört
zuerst ein Besuch in den Kindergärten
selbst und anschließend, ein paar Wochen später ein Besuch der Gruppen auf unserer Wache.
Schwerpunkte bei der BSE der Vorschulkinder sind:
- Praktischer Umgang mit Feuer (wie kann man Feuer machen und es zuverlässig löschen?)
- Verhalten bei Feueralarm
- Alarmierung der Feuerwehr
Beim Besuch der Kindergärten werden die Kinder theoretisch an das Thema in
einem Stuhlkreis herangeführt (durch Erzählungen und Fragen, deren Antworten die
Kinder zum Teil selbst erarbeiten). Unter anderem wird nicht nur der Umgang mit
Feuer sondern auch die Aufgaben der Feuerwehr erklärt. Um die Theorie
interessanter zu gestalten darf sich dann eines der Kinder als Feuerwehrmann
verkleiden. Darüber hinaus wird das Alarmieren der Feuerwehr per Telefon
erklärt. Zum Schluss übt dann jedes Kind das richtige
Anzünden und Auslöschen
einer Kerze, währenddessen wird den Kindern der Umgang mit Streichhölzern
praxisnah erläutert
und erklärt, dass sie nur im Beisein von Erwachsenen "zündeln" dürfen.
Der Besuch im Kindergarten dauert zwischen 1-2 Stunden. Wie bereits erwähnt,
besucht uns anschließend jede Gruppe auch im Gerätehaus. Hier wird noch
einmal in Kurzfassung wiederholt, was die Kinder bei der BSE im Kindergarten
gelernt haben. Anschließend wird an einer Telefonanlage das Alarmieren der
Feuerwehr geübt. Dazu bleiben die Erzieher(innen) mit den Kindern im
Aufenthaltsraum, die Kinder denken sich aus, warum sie die Feuerwehr alarmieren und
wählen dann die Notrufnummer (112). Ein(e) Kamerad(in) sitzt (von den Kindern unbemerkt) im Nebenraum und nimmt den Anruf an. Dabei wird noch
einmal mit jedem einzelnen Kind geübt :
- Wer ruft an
- Was ist passiert
- Wo ist es passiert
- Sind noch andere Personen beteiligt
- Wie verhalten
- Erst auflegen, wenn der Feuerwehrmann dass am anderen Ende der Leitung sagt
- Laut und deutlich sprechen.
Nach dieser praktischen Übung steht noch die Besichtigung der Feuerwehrfahrzeuge auf dem
Programm. Abschließend wird den Kindern anhand von Watte demonstriert wie schnell
Haare abbrennen können und dass auch Metall brennen und Strom Feuer erzeugen kann.Wenn das
Wetter mitspielt dürfen die Kinder noch einen "echten Löschangriff" durchführen.