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Schlaganfall - Ein Notfall!
Die ersten drei Stunden nach einem
Schlaganfall sind entscheidend. Nur jeder vierte Betroffene erreicht rechtzeitig
innerhalb dieser Phase nach Einsetzen der Symptome das Krankenhaus. Mit ihrer
Aufklärungskampagne möchte die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Aufmerksamkeit erregen und die Wichtigkeit von Symptom- und Handlungswissen
deutlich machen.
Schnelles Handeln notwendig!
Bei Verdacht auf einen Schlaganfall muss schnell gehandelt
werden. Denn: durch rasches Handeln und frühen Beginn der
Therapie können Gehirnzellen vor dem Absterben gerettet und
Folgekomplikationen gemindert werden. So besteht die Chance,
die geistigen und körperlichen Folgen des Schlaganfalls zu
begrenzen oder zu vermeiden. Jede Minute zählt: Jeder
Schlaganfall ist ein Notfall!
3 Schlaganfall-Symptome
Grundvoraussetzung für schnelles Handeln ist Kenntnis über
die Warn-Symptome. Als die drei wesentlichen Symptome
gelten:
1. Lähmungs- und/oder Taubheitsgefühl

Wird eine plötzlich eintretende Lähmungserscheinung auf einer Körperseite
festgestellt, kann es sich um ein Symptom für einen Schlaganfall handeln. Auch
ein gestörtes Berührungsempfinden wie z. B. bei einem eingeschlafenen Fuß kann
darauf hinweisen. Bei einigen Betroffenen stellt sich ein Pelzigkeitsgefühl auf
einer Körperseite ein.
Häufig sind Gesicht, Arm und Hand stärker betroffen. Ein typisches Merkmal ist
beispielsweise ein heruntergezogener Mundwinkel.
2. Sehstörungen
 Tritt
plötzlich eine Einschränkung des Gesichtsfeldes ein, wird der Betroffene z. B.
Gegenständen und Menschen, die sich auf seiner linken Körperseite befinden,
keinerlei Aufmerksamkeit mehr schenken. Auch Störungen des räumlichen Denkens
können Folge eines Schlaganfalls sein. Auch Doppelbilder können auf einen
Schlaganfall hinweisen. Betroffene sehen beispielsweise Gegenstände überlappend
und fassen z. B. beim Griff einer Kaffeetasse daneben.
3. Sprach- und/oder
Sprachverständnisstörungen
 Diese Symptome können sich in leichteren Fällen als stockende, abgehackte
Sprache äußern, aber auch das Verdrehen von Silben oder Verwenden von
falschen Buchstaben beinhalten. Der Betroffene kommuniziert mit seiner Umwelt im
Telegrammstil, hat eine verwaschene oderlallende Sprache. In seltenen Fällen
kann er gar nicht mehr sprechen. Bei einer Sprachverständnisstörung kann der
Betroffene nicht mehr verstehen, was man ihm sagt.
Die beschriebenen drei Warn-Symptome können als wesentlich gelten. Die Auswahl
geschah durch nationale und internationale Erfahrungen, die Faktoren der
Betroffenenperspektive ebenso berücksichtigt haben wie die der
Wahrscheinlichkeit des Auftretens
und der Krankheitshäufigkeit. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe schließt
sich diesen Erfahrungen im Rahmen ihrer Aufklärungskampagne an.
Was ist im Notfall zu tun?
Wenn ein oder mehrere dieser Warn-Symptome auftreten: Sofort
Notruf 112 wählen! Bis der Rettungsdienst
eintrifft, sollte man versuchen, den Betroffenen zu beruhigen und ggf. beengende
Kleidung zu lockern. Man sollte ihm keine Getränke oder Medikamente
geben: Eine durch den Schlaganfall ausgelöste Schluckstörung kann zu schwerem
Verschlucken führen. Sollte der Betroffene bewusstlos sein, muss er in die
stabile Seitenlage gebracht werden. Wenn Atmung und/oder Herzschlag aussetzen,
muss sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden.
Die Symptome eines Schlaganfalls können auch Hinweis für eine vorübergehende
Durchblutungsstörung sein, müssen aber immer ernst genommen werden, da jede
Minute entscheidend sein kann. Auf keinen Fall sollte gewartet werden, bis
sie sich wieder gebessert haben. Leider wird noch viel zu selten der Notruf 112
gewählt.

Quelle: Stiftung Deutsche
Schlaganfall Hilfe, Gütersloh:
http://www.schlaganfall-hilfe.de
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