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Das Leverkusener Feuerwehr Portal

letzte Aktualisierung:
15.08.2010 20:06 Uhr

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Schlaganfall - Ein Notfall!

Die ersten drei Stunden nach einem Schlaganfall sind entscheidend. Nur jeder vierte Betroffene erreicht rechtzeitig innerhalb dieser Phase nach Einsetzen der Symptome das Krankenhaus. Mit ihrer Aufklärungskampagne möchte die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe Aufmerksamkeit erregen und die Wichtigkeit von Symptom- und Handlungswissen deutlich machen.


Schnelles Handeln notwendig!
Bei Verdacht auf einen Schlaganfall muss schnell gehandelt werden. Denn: durch rasches Handeln und frühen Beginn der Therapie können Gehirnzellen vor dem Absterben gerettet und Folgekomplikationen gemindert werden. So besteht die Chance, die geistigen und körperlichen Folgen des Schlaganfalls zu begrenzen oder zu vermeiden. Jede Minute zählt: Jeder Schlaganfall ist ein Notfall!


3 Schlaganfall-Symptome
Grundvoraussetzung für schnelles Handeln ist Kenntnis über die Warn-Symptome. Als die drei wesentlichen Symptome gelten:

1. Lähmungs- und/oder Taubheitsgefühl
Lähmungs- und/oder Taubheitsgefühl

Wird eine plötzlich eintretende Lähmungserscheinung auf einer Körperseite festgestellt, kann es sich um ein Symptom für einen Schlaganfall handeln. Auch ein gestörtes Berührungsempfinden wie z. B. bei einem eingeschlafenen Fuß kann darauf hinweisen. Bei einigen Betroffenen stellt sich ein Pelzigkeitsgefühl auf einer Körperseite ein.
Häufig sind Gesicht, Arm und Hand stärker betroffen. Ein typisches Merkmal ist beispielsweise ein heruntergezogener Mundwinkel.

 
2. Sehstörungen


Sehstörungen
Tritt plötzlich eine Einschränkung des Gesichtsfeldes ein, wird der Betroffene z. B. Gegenständen und Menschen, die sich auf seiner linken Körperseite befinden, keinerlei Aufmerksamkeit mehr schenken. Auch Störungen des räumlichen Denkens können Folge eines Schlaganfalls sein. Auch Doppelbilder können auf einen Schlaganfall hinweisen. Betroffene sehen beispielsweise Gegenstände überlappend und fassen z. B. beim Griff einer Kaffeetasse daneben.

 

3. Sprach- und/oder Sprachverständnisstörungen
Sprach- und/oder Sprachverständnisstörungen
Diese Symptome können sich in leichteren Fällen als stockende, abgehackte Sprache äußern, aber auch das Verdrehen von Silben oder Verwenden von
falschen Buchstaben beinhalten. Der Betroffene kommuniziert mit seiner Umwelt im Telegrammstil, hat eine verwaschene oderlallende Sprache. In seltenen Fällen kann er gar nicht mehr sprechen. Bei einer Sprachverständnisstörung kann der Betroffene nicht mehr verstehen, was man ihm sagt.



Die beschriebenen drei Warn-Symptome können als wesentlich gelten. Die Auswahl geschah durch nationale und internationale Erfahrungen, die Faktoren der Betroffenenperspektive ebenso berücksichtigt haben wie die der Wahrscheinlichkeit des Auftretens
und der Krankheitshäufigkeit. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe schließt sich diesen Erfahrungen im Rahmen ihrer Aufklärungskampagne an.
 

Was ist im Notfall zu tun?
Wenn ein oder mehrere dieser Warn-Symptome auftreten: Sofort Notruf 112 wählen! Bis der Rettungsdienst eintrifft, sollte man versuchen, den Betroffenen zu beruhigen und ggf. beengende Kleidung zu lockern. Man sollte ihm keine Getränke oder Medikamente geben: Eine durch den Schlaganfall ausgelöste Schluckstörung kann zu schwerem Verschlucken führen. Sollte der Betroffene bewusstlos sein, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Wenn Atmung und/oder Herzschlag aussetzen, muss sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden.
Die Symptome eines Schlaganfalls können auch Hinweis für eine vorübergehende Durchblutungsstörung sein, müssen aber immer ernst genommen werden, da jede Minute entscheidend sein kann. Auf keinen Fall sollte gewartet werden, bis sie sich wieder gebessert haben. Leider wird noch viel zu selten der Notruf 112 gewählt.

 

Notruf 112

 

Quelle: Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe, Gütersloh: http://www.schlaganfall-hilfe.de

 

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